500 Jahre Grünwalder Konferenz

Ausstellung und Vortragsreihe auf Burg Grünwald ab dem 10. Februar 2022

Anlässlich des 500. Jahrestages der Grünwalder Konferenz (1522) haben sich die Archäologische Staatssammlung, die Gemeinde Grünwald und die Kirche St. Peter und Paul zusammengeschlossen, um das geschichtsträchtige Ereignis mit Auswirkung auf die Religionspolitik Bayerns in einer Ausstellung mit Rahmenprogramm in Erinnerung zu rufen. 

HINTERGRUND:
Nachdem Martin Luther im Januar 1521 im Zuge seiner Reformationspläne von Papst Leo X. als Häretiker verbannt worden war, kam es auch im Pest umtobten Bayern zu konfessionellen Unruhen. Aus Sorge um die Einheit der Kirche luden die beiden regierenden Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. um den 10. Februar 1522 zu einem Treffen auf Burg Grünwald - dem heutigen Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung. Als „Grünwalder Konferenz" ging es in die Geschichte ein und stellte Weichen für die weitere Religionspolitik Bayerns. Gefordert wurde im ersten bayerischen Religionsmandat ein Festhalten am „wahren Glauben" und die Abwehr lutherischer Einflüsse. In der Folge wurde Bayern zum ersten Schauplatz der Gegenreformation und neben Spanien und Österreich zum Zentrum der katholischen Welt. 


AUSSTELLUNG:
Die federführenden Köpfe des kirchenpolitischen Programmes waren Hofrat Leonhard von Eck, der Berater Herzog Wilhelms, sowie Doktor Johannes Eck, Theologieprofessor an der Universität Ingolstadt und erbitterter Gegner Luthers. In der ganzjährigen Ausstellung im Innenhof der Burg Grünwald und auf dem benachbarten Kirchenvorplatz erwachen sie und die restlichen Protagonisten der Konferenz gleichsam zum Leben: Zehn lebensgroße Figuren „erklären" den Besuchern das historische Ereignis und dessen weitreichenden Folgen für ganz Bayern. Warum ausgerechnet die Burg Grünwald als Schauplatz fungierte, und wie der Ort zur damaligen Zeit aussah, wird auf den Tafeln ebenfalls deutlich. In einer kurzen Filmsequenz stellen Schüler des Grünwald Gymnasiums darüber hinaus den möglichen Ablauf der Konferenz nach, über die nur wenig überliefert ist. Neben der eigentlichen Konferenz werden auch die Folgen für die religiöse Entwicklung in Bayern bis zur Gegenwart beleuchtet.

Ab 10. Februar 2022
Im Innenhof der Burg Grünwald und auf dem Vorplatz der Kirche St. Peter und Paul
Öffnungszeiten Burg: Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr
Eintritt frei
Es gelten die aktuellen Corona-Auflagen

Ausstellung  500 Jahre Grünwalder Konferenz


VORTRAGSREIHE:

Donnerstag, 12.05.2022, 19.00 Uhr
Prof. Dr. Klaus Unterburger, LMU München "Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit":
„Grünwald 1522, Schicksalsstunde für die religiöse Entwicklung im deutschsprachigen Raum“ 
Bürgerhaus, Hubertus-Lindner-Saal, Dr.-Max-Str. 1, Grünwald
Eintritt frei

Donnerstag, 02.06.2022, 19.00 Uhr
Prof. Dr. Dr. Andreas Gößner, Universität Göttingen:
„Verflucht – Verfemt – Verfolgt: Bayerns evangelische Christen zwischen Grünwald und Nymphenburg 1799“
Evangelisches Gemeindezentrum, Wörnbrunner Str. 1, Grünwald
Eintritt frei

Donnerstag, 23.06.2022, 19.00 Uhr - Termin auf Herbst 2022 verschoben vrstl. September7 Oktober-
Dr. Stephan Mokry, Domberg Akademie, Freising:
„Die konfessionelle Lage in Bayern 1800 – 1965: Auf dem Weg zum ökumenischen Miteinander“
Pfarrsaal St. Peter und Paul, Schloßstr. 2, Grünwald
Eintritt frei


icons_website_pdf Flyer 500 Jahre Grünwalder Konferenz 


Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Archäologischen Staatssammlung mit der Gemeinde Grünwald

Hauptamt

Rathausstraße 3, 82031 Grünwald

089 64162-0
089 64162-166