Burg Museum Grünwald
Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung in München
Adresse:
Zeillerstraße 3
82031 Grünwald
Zeillerstraße 3
82031 Grünwald
Telefon:
089/641 32 18
089/641 32 18
Errreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Tram Linie 25 (Endstation)
Tram Linie 25 (Endstation)
Öffnungszeiten:
- in der Regel März bis November, Mittwoch bis Sonntag 10.00 - 16.30 Uhr
- die genauen Öffnungszeiten erfrahren Sie unter: 089/641 32 18
Ausstellungen:
Im Ostflügel - Sonderausstellung
Im Burgturm - Dokumente der Burggeschichte
Im Westflügel - Römisches Lapidarium, Sonderausstellungen
Im Ostflügel - Sonderausstellung
Im Burgturm - Dokumente der Burggeschichte
Im Westflügel - Römisches Lapidarium, Sonderausstellungen
Broschüren:
Führung durch die Geschichte der Burg (EUR 2,50): Joachim Wild
Führung durch das Lapidarium (EUR 2,50): Jochen Garbsch
Führung durch die Geschichte der Burg (EUR 2,50): Joachim Wild
Führung durch das Lapidarium (EUR 2,50): Jochen Garbsch
Führungen Gruppenführungen:
Nach telefonischer Voranmeldung: 089/ 211 24 02
Nach telefonischer Voranmeldung: 089/ 211 24 02
Ausstellungen im Burgmuseum
Der "Goldmacher" Caetano
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Don Domenico Manuel Caetano, ein Bauersohn aus Neapel, wurde Ende des 17. Jahrhunderts von Kurfürst Max Emanuel nach München gerufen, nachdem Caetano vorgegeben hatte, Gold herstellen zu können. Nach vergeblichen Experimenten landete Caetano schließlich im Gefängnis in der Grünwalder Burg, aus dem er später (1704) von den österreichischen Truppen wieder befreit wurde. Daraufhin versuchte er mit der gleichen Versprechung, Gold herstellen zu können, sein Glück in Berlin bei König Friedrich I. von Preußen. Nach erneutem Scheitern wurde er 1709 in Küstrin an einem vergoldetem Haken aufgehängt. Erst kürzlich konnten in seiner Zelle in der Burg Grünwald Wandmalereien entdeckt werden. Sie stammen von seiner Hand und können um die Zeit um 1700 datiert werden.
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Die Bildhauerfamilie Zeiller
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Bei einer Versteigerung ging die Burg 1879 für 10.600 Reichsmark in den Besitz des Münchner Präparators und Bildhauers Paul Zeiller über.
Zeiller fertigte eine große Anzahl von Wachsfiguren für die Panoptiken in St. Petersburg, Paris und London. Dabei zeigte er vor allem Kuriositäten, wie das Mädchen mit einem Auge, und auch Darstellungen von Eingeborenen aus entfernten Ländern.
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Römisches Ladidarium
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Von besonderer Qualität ist ein Grabrelief aus Palmyra, das sich durch realistische Darstellung der reich geschmückten Verstorbenen auszeichnet. Auf dem abgebildeten Stein aus der Abteilung "Vorderer Orient" des Museums ist der Mann mit Rebmesser, die Frau mit Spindel und Spiegel wiedergegeben.
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Weihedenkmäler und Bauinschriften
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Besonders beliebt waren in der römischen Zeit kleine Steinaltäre, die den verschiedenen Göttern geweiht waren. Ein Grabstein aus dem Inn bei Passau bezeugt bereits für die Römerzeit Weinhandel mit Italien auf diesem Fluß. Die seitlichen Darstellungen zeigen Szenen aus dem Alltag des Weinhändlers.
Historisch interessant ist auch die Bauinschrift des Kastells Ellingen, die den Namen des Kastells (SABLONETUM) und eine Renovierung im 3. Regierungsjahr des Kaisers Commodus mitteilt. Der Name des Kaisers wurde nachträglich getilgt, da man die Erinnerung an ihn auslöschen wollte.
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Römisches Straßenwesen
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Das römische Weltreich mit seiner Ausdehnung vom Atlantik bis ans Schwarze Meer und von Nordafrika bis Schottland konnte nur durch ein perfektes Straßensystem aufgebaut werden und Bestand haben.
Das Kunststraßennetz war in kurzen Abständen durch Meilensteine mit Entfernungsangaben zum nächsten größeren Ort gekennzeichnet. Auf dem abgebildeten Meilenstein wird zum ersten Mal der Phoebiana (Faimingen) erwähnt.
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Römische Küche
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In einem Kellerraum der Burg ist eine römische Küche aufgebaut, wie wir sie aus Darstellungen und Grabungsfunden kennen.
Neben dem gemauerten Herd gehörten vor allem die verschiedensten Gefäße (Koch-, Eß- und Trinkgeschirr, Vorratsgefäße und Amphoren), aber auch Mühlsteine zur römischen Küchenausstattung.
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Töpferofen, Dachziegel und Hypokaustheizung
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Neben einem römischen Töpferofen vom Auerberg werden auch die verschiedensten Dachziegel mit Stempeln gezeigt. Diese Ziegelstempel, die abgekürzt die Bezeichnungen römischer Militäreinheiten angeben, erlauben den Archäologen u. a. die Rekonstruktion von Truppenbewegungen.
Besonders eindrucksvoll ist auch die Rekonstruktion einer römischen Hypokaustheizung, die zugleich Fußboden- und Wandheizung war und den Römern die Behaglichkeit in den rauhen nördlichen Gefilden sicherte. Von der außerhalb des Hauses liegenden Feuerstelle wurde die Warmluft unter den Fußboden geleitet und zog dann durch die hohlen Wandziegel zum Kamin hin ab.
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