Wissenswertes:
Die lange Geschichte Grünwalds reicht bis in die Bronzezeit zurück. Funde der Urnenfelderzeit (ca. 1000 v. Chr.) geben einen Einblick in die längst vergangenen Epochen und Kulturen. Einige dieser Fundstücke, wie Tongefäße, Schmuck und Messer, darunter die interessante "Grünwalder Fibel", sind in der Halle des Rathauses ausgestellt.
"Grünwald" als Ortsbezeichnung ist ursprünglich auf eine bäuerliche Ansiedlung der Derbolfinger zurückzuführen, die zum ersten Mal im Jahre 1048 in Aufzeichnungen des Klosters Tegernsee erwähnt werden. Die Derbolfinger waren Ministerialen, also unfreie Dienstmannen, des bedeutenden Adelsgeschlechts der Grafen von Andechs. Mit dem Übergang "Derbolfings" an die Wittelsbacher beginnt die Geschichte der Hofmark "Groinwalde". Die frühe Geschichte ist eng verbunden mit der Römerstraße, die von Salzburg über Rosenheim, Deisenhofen und Oberdill zur Isar führte. Südlich in einer scharfen Biegung am Georgenstein, lag die "Römerschanze", eine befestigte Siedlung des späten 3. und des 4. Jahrhunderts. Dort wurde auch eine vollständige Schmiedeausstattung geboren. Auch später hat der Zoll für den Isarübergang in der Geschichte Grünwalds eine bedeutende Rolle gespielt. Noch heute steht auf der Westseite der Brücke ein ehemaliges Zollhaus.
Details:
Zierde und Wahrzeichen ist die Grünwalder Burg, das zinnenbewehrte ehem. Jagdschloß der bayerischen Herzöge. Seine Mauern beherbergen heute ein Zweigmuseum der Prähistorischen Staatssammlung mit wechselnden Ausstellungen. Schon in der Bronzezeit (ca. 2000 - 1000 v. Chr.) war die Gegend besiedelt. Im Rathaus und seit kurzem auch im Burgmuseum zeugen Urnen und Vasen, bronzene Gegenstände in Vitrinen von der Kulturstufe jener Zeit. Um 1048 gab es an dem Platz, an dem später das urkundlich erstmals 1288 nachgewiesene Dorf Grünwald entstand, einen Ort Derbolfingen. Die Höfe und Huben gehörten den Großen und Kleineren jener Zeit, den Klöstern und Stiften von Dießen, Schäftlarn und Tegernsee. Der Ort versank in Vergessenheit, als Ludwig II., der Strenge (1253 - 1294),
Ende des 13. Jahrhunderts, die Burg Grünwald erbauen ließ. Die erste Bewohnerin der Burg war seine dritte Frau Mechtild, eine Tochter Rudolfs von Habsburg. Ihr Sohn Ludwig und späterer Kaiser Ludwig der Bayer, besuchte sie öfters in Grünwald. Es würde den zur Verfügung stehenden Raum sprengen, wollte man jetzt all die "Erbsünden", die Plänkeleien um Pracht und den Profit der Nachkommen aufzählen.
Ende des 13. Jahrhunderts, die Burg Grünwald erbauen ließ. Die erste Bewohnerin der Burg war seine dritte Frau Mechtild, eine Tochter Rudolfs von Habsburg. Ihr Sohn Ludwig und späterer Kaiser Ludwig der Bayer, besuchte sie öfters in Grünwald. Es würde den zur Verfügung stehenden Raum sprengen, wollte man jetzt all die "Erbsünden", die Plänkeleien um Pracht und den Profit der Nachkommen aufzählen.
Max Emanuel, der Eroberer im Türkenkrieg, gab den Schlössern Nymphenburg, Schleißheim und Dachau den Vorzug. So kam es, daß die vormals so begehrte Burg Grünwald verwahrloste und zu einem Sondergefängnis des Adels und Pulvermagazin absank, bis 1799 die Auflassung angeordnet wurde. 1879 ersteigerte der kunstsinnige Bildhauer Paul Zeiller mit 10.600 Mark die Burg.
Auch wenn sie nicht den wahren Begebenheiten entspricht, so sind doch die Geschichten Karl Valentins und das daraus entstandene Lied von den "Grünwalder Rittersleut" weit über Grünwald hinaus bekannt.
Grünwald blieb die folgenden Jahre ein Bauerndorf. Das änderte sich erst, als am
13. August 1910 die Eröffnung der Straßenbahnstrecke München - Grünwald einen starken Entwicklungsimpuls auslöste.
13. August 1910 die Eröffnung der Straßenbahnstrecke München - Grünwald einen starken Entwicklungsimpuls auslöste.
Der Ausflugsverkehr nahm erheblich zu, es stieg die Einwohnerzahl von Jahr zu Jahr. Trotzdem konnte sich dieser bevorzugte Villenort seinen Charakter als Gartenstadt erhalten.
Ein den Ort Grünwald prägendes Spezifikum von universeller Leuchtkraft ist die Filmstadt Geiselgasteig. Sie ist auf einem 370.000 qm großen Gelände das größte Film- und Fernsehzentrum Europas. Eine Wunderwelt des Schein, ein Traumland der Kunst, ein Treffpunkt der Prominenz des Films. Eine Welt, die mit der Bavaria-Film-Tour von jedermann besichtigt werden kann.
Ein den Ort Grünwald prägendes Spezifikum von universeller Leuchtkraft ist die Filmstadt Geiselgasteig. Sie ist auf einem 370.000 qm großen Gelände das größte Film- und Fernsehzentrum Europas. Eine Wunderwelt des Schein, ein Traumland der Kunst, ein Treffpunkt der Prominenz des Films. Eine Welt, die mit der Bavaria-Film-Tour von jedermann besichtigt werden kann.
Grünwald, als staatlich anerkannter Erholungsort, ist die wohl bekannteste grüne Insel vor den Toren der Landeshauptstadt München. Ein gern besuchter Ausflugsort für Wanderer, Spaziergänger und Radfahrer, die das Isartal, die weiten Wälder oder Anziehungspunkte wie Wörnbrunn genießen. Dabei kommen in den zahlreichen und bekannten Gaststätten auch die Gaumenfreuden nicht zu kurz.
Mit dem 1986 eröffneten Bürgerhaus, das den geschichtsbezogenen Namen "Römerschanz" trägt, bietet Grünwald nicht nur seinen Vereinen eine Stätte vielfältiger Aktivitäten, sondern auch die Möglichkeit zu Tagungen und Konferenzen.
Grünwald heute:
Ein erlebenswerter staatlich anerkannter Erholungsort mit rund 10.000 Einwohnern, direkt vor den Toren Münchens gelegen. Umgeben von grünen, in seiner Ursprünglichkeit erhaltenen Wäldern, die immer wieder zu neuen Wanderungen und Radlfahrten einladen. Ebenso beliebt sind Ausflüge in das romantische und landschaftlich reizvolle Isartal oder am Isarhochufer.
Das Wappen:

Das Wappen der Gemeinde Grünwald, verliehen am 17.05.1950 durch das Bayerische Staatsministerium des Inneren.
Wappenbeschrieb:
In Blau auf grünem Dreiberg ein silberner Turm mit Treppengiebel und Zinnenmauer, begleitet von zwei grünen Fichten; das Tor ist bedeckt mit dem Bayerischen Wecken.






