Waldfriedhof Grünwald 

Postanschrift: Tölzer Str. 43, 82031 Grünwald

Öffnungszeiten: Täglich von 08.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit.


Bereitschaftsdienste: an Wochenenden sowie Sonn- und Feiertagen

Herr Wolfgang Friedrichs: 0173/588 39 66 oder

Herr Franz Kneißl (sen.): 0173/588 39 64 oder

Herr Markus Kneißl (jun.): 0173/892 62 61 oder

Herr Robert Zitzmann: 0174/214 18 54 oder

Frau Alexandra Zitzmann: 0172/632 29 01 oder

Herr Mehmed Smajic: 0173/868 34 44 oder

Büro am Friedhof: 089/641 24 78    


Ort der Besinnung

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Nirgendwo anders als am Friedhof, inmitten der Gräber, der Grabkreuze und Grabsteine, alles Zeichen dafür, daß wir ohne Unterschied unter höheren Gesetzen stehen, wird die menschliche Vergänglichkeit deutlicher sichtbar. Wer empfindet hier nicht ein zeitliches Begrenztsein unseres irdischen Daseins und zugleich ein gedankliches Hinübergehen in Erinnerungen an liebe und geschätzte Angehörige, Freunde und Bekannte.

Der Tod hat immer eine Leere hinterlassen. Dabei vermittelt für viele der Glaube und ein Besuch der Gräberstätte Trost und Hoffnung. Der Grabbesuch hilft, innere Ruhe herzustellen, gleich einem Bedürfnis, durch das Gefühl der Nähe in der Gesinnung die Verbundenheit mit Angehörigen, Freunden, Lebensgefährten zu erneuern.


Der Friedhof als Gottesacker ist mehr als die letzte Ruhestätte der Toten, seine Pflege ist mehr noch als nur kulturelle Aufgabe einer Gemeinde, einer Ortsgemeinschaft. Er ist auch ein Symbol der Heimat, der letzten Heimat. Ja, für manche Angehörige ist der regelmäßige Friedhofsbesuch Ausdruck eines Lebensinhaltes, mehr als dies die Grabmäler bedeuten, mehr als nur Zeichen der Erinnerung, der Dankbarkeit, der Verehrung und des Glaubens.


Der Friedhofsbesuch vermittelt in Gedanken Verbundenheit der Lebenden mit den Toten; in Grünwald kann dies geschehen durch Einbeziehen der ewigen Schönheit der Natur unseres Schöpfers. Diese Friedhofsanlage in Grünwald ist nicht nur ein Ort der Trauer, sondern sicher auch ein Ort der Begegnung mit dem Schöpfer dieser Natur in seiner schönsten Vollendung zwischen allem Leben. Es ist ein Ort zum Verweilen in Gedanken an einen Übergang von spürbarem Seelenschmerz zur andern, unsichtbaren und unbegreiflichen Welt des Jenseits, einer Welt des Auferstehens.


Die naturbezogene Gestaltung des Waldfriedhofs soll die Einbindung der Vergangenheit in die Gegenwart an einem Ort der Besinnung entstehen lassen.


H.G.


Aussegnungshalle


Erneuerung der 1927 erbauten Aussegnungshalle im Waldfriedhof, eingeweiht am 28.10.1989


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Ein Friedhof ist in der Meinung vieler Mitbürger die Stätte, an der sie die Beziehung zu Vergangenem in gedanklichen Gesprächen mit ihren lieben Angehörigen herstellen möchten. Das früher einmal Gewesene und das Vertraute spielen hier mehr noch eine Rolle als in vielen anderen Bereichen unseres Lebens.


Gerade der Friedhof in Grünwald ist dazu angetan, ein Ort der Besinnung, der Hoffnung und der Erinnerung zu sein. Seine Anlagen wurden schon vor Jahrzehnten behutsam aufgebaut, weiterentwickelt und gepflegt. Erweiterung der Aussegnungshalle und der Aufbahrungsräume sowie die Schaffung der zu einem modernen Friehofsgebäude gehörenden funktionalen Räume waren dringend gefordert.


Unter welchen Vorgaben sollte nun der dringend erforderliche Neubau des zentralen Gebäudes geplant und gestaltet werden? Diese Frage war mit Behutsamkeit, aber auch mit dem Blick für das Reale zu lösen und diesen Kompromiß zu finden stellte sich als schwierig heraus. Der aus den Jahren 1926/27 stammende Bau war für viele Grünwalder von Trauerfeiern und Besuchen des Friedhofs, aber auch von den alljährlichen Weihnachtsserenaden her zu einem vertrauten Bild geworden, das Manchem in schwerer Stunde das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit geben konnte. Dieses Bild zu erhalten war also eines der großen Anliegen. Auf der anderen Seite war die alte bauliche Substanz durch Nässeeinwirkungen und durch einfachste Bauweise der damaligen Zeit kein Fundament für einen Erweiterungsbau im eigentlichen und übertragenen Sinn.

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Erst nach mehreren Beratungen hat sich im Gemeinderat die Ansicht durchgesetzt, den erhaltenswerten und vertrauten Vorbau im Norden, früher wie heute Eingang zur Aussegnungshalle, zu erhalten und sich im übrigen darauf zu beschränken, nur die Teile in den Neubau zu übernehmen, die auch in künftigen Jahrzehnten noch ausreichende Stabilität besitzen. Vor allem sollte die Ansicht vom Kapellenplatz aus das gewohnte Bild wieder geben. In Herrn Architekt Christoph Brandt fand die Gemeinde Grünwald einen Verwirklicher dieser Idee, der mit feiner Sensibilität zu Werke ging. Seine Planungen haben schon bald noch bestehende Zweifel abgebaut. Er überzeugte in immer zunehmendem Maße mit dem Baufortschritt. Sein Werk wurde begleitet durch Künstler, wie Edeltraud Braun v. Stransky, dem Restaurator Wolfgang Lauber dem Kunstschmiedemeister Manfred Bergmeister und dem Bildhauer Matthew David. Was entstanden ist, ist ein Werk, das als vollendet bezeichnet werden kann: Eine Vereinigung von Tradition und Modernem. Die Verantwortlichen sind glücklich über diese gelungene Synthese.

 


Orgel

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Im herrlichen Raum der Aussegnungshalle von Grünwald bauten wir ein modernes Orgelgehäuse - passend zur Dachkonstruktion in Fichtenholz. Das Werk dagegen wurde in einer klassischen Orgelbauweise des 18. Jahrhunderts erstellt. Mit Stechermechanik und beweglichem Wind. Bei der Disposition, Intonation und Stimmung richteten wir uns nach den alten Orgelbaumeistern.


Graf Hubertus v. Kerssenbrock Orgelbaumeister

Disposition

I. Manual

I. Manual

 

 

Principal 8`

Copel Minor 4`

Oktave 4`

Copel Major 8`

Quinte 2 2/3`

 

Superoktave 2` 

Pedal

Terz 1 3/5`

Subbass 16`



 

Tor mit Lilienmosaik

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Die Mosaiken in der Aussegnungshalle und in den Aufbahrungsräumen fügen sich harmonisch in die Architektur. Die Stille und der Ernst dieser Räume sollen durch keine lauten Farben und Formen beeinträchtigt werden. So dominieren weiße und grüne Steine. Weiß, die Farbe der Freude und der Trauer, Grün, die Farbe der Hoffnung. Die Lilien, die auserwählten Blumen für diesen Bau, sind seit Jahrhunderten Symbol der Reinheit und Demut. Sie wurden deshalb mit den Heiligen und dem Paradies in Verbindung gebracht. Für die französischen Könige galten sie als Symbol der Gotteskindschaft.


Letzte Änderung: 27.09.2016 10:41 Uhr